Tablets in der SchuleFeaturedRatgeber

4 Vorteile eines Tablets für Lehrkräfte

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Bereits im Vorbereitungsdienst habe ich mir ein Tablet gekauft, um Noten zu erfassen, Videos zu zeigen, Arbeitsmaterialien bereitzustellen, bei Konferenzen mitzuschreiben und vieles mehr. Ein mobiles Gerät wie ein Tablet erleichtert dabei den schulischen Alltag, weil du nicht an einen Schreibtisch gefesselt wirst, sondern direkt an Ort und Stelle Dinge, wie zum Beispiel im Klassenzimmer, notieren, nachschauen oder bereitstellen kannst. Ich möchte dir hier 4 Vorteile eines Tablets für Lehrkräfte aufzählen.

Vorteil 1: Schluss mit dem Papierkram

Es ist unglaublich, wie viel Papier täglich über die Schülertische und Lehrerpulte wandert. Und dann noch deine Unterrichtsvorbereitungen, Gesprächsnotizen, Merkzettel und und und … Mit meinem Tablet habe ich angefangen, das Ganze zu reduzieren. Lösungen, Tafelbilder, Unterrichtsabläufe, Konferenzmitschriften, … habe ich mittlerweile nur noch digital auf meinem Tablet. Gute Materialien von Verlagen habe ich gescannt abgelegt und bin so sehr flexibel. Von meinem Tablet aus kann ich Materialien an Kolleg*innen versenden, Schüler*innen die nicht am Unterricht teilnehmen konnten, erhalten die Materialien per E-Mail und natürlich drucke ich auch manchmal noch etwas aus 😉

Wenn es dann noch neben dem Unterricht mit Elterngesprächen, Konferenzen usw. weitergeht, dann kann ich mit meinem Stift für das Tablet direkt mitschreiben, radieren, eventuell eine Präsentationsfolie fotografieren und Anmerkungen machen. Hierfür hat sich bei mir in den Jahren der Nutzung die App GoodNotes 5 herauskristallisiert, die ich in einem umfangreichen Beitrag vorgestellt habe.

Und wenn wir schon über Papierkram sprechen, dann mein absoluter Favorit: eine Scanner-App! Es gibt mittlerweile Apps, die es dir ermöglichen, mit der Handykamera wirklich sehr gute Scans anzufertigen. Teilweise geht das auch schon standardmäßig mit der Kamera. Eine Scanner-App habe ich hier vorgestellt.

Vorteil 2: Alles an einem Platz

Das Tablet hat mir die Möglichkeit eröffnet, meine klassische Dateiablage von Unterrichtsmaterial auf Papier zu überdenken.
Am Ende des Schuljahres muss ich nichts in Ordner heften, wenn ich den Jahrgang nicht unterrichte. Das war immer eine meiner ungeliebtesten Aufgaben in den Sommerferien. Und oh weh, wenn man dann mal die Dinge nicht ordentlich abgeheftet hat. Dann beginnt beim nächsten Mal das große Suchen.

Auf meinem Tablet habe ich meine Materialien in Ordnern organisiert.

Auf dem Tablet habe ich Ordner angelegt und in diesen liegen die Unterrichtsmaterialien fein säuberlich durchnummeriert. Aus den Ordnern heraus kann ich die Kopiervorlagen drucken und für mich weitere Materialien wie Einstiegsbilder, Lösungen und Unterrichtsabläufe hinterlegen. Wenn neue Materialien erstellt werden, kann ich diese einfach im entsprechenden Ordner ablegen.

Vorteil 3: Ein Gerät für alles

Notenheft (z.B. die von mir vorgestellte App TeacherTool, aber auch Alternativen wie TeacherStudio, die Klassenmappe,…), Scanner, Kamera, Notizblock, Laptop, Tonaufnahmegerät und vieles mehr. Ein Tablet vereint alle diese Dinge und noch viel mehr. Dokumente und Materialien, die ich aufbewahren möchte, scanne ich mit einer App ab. Notizen – vor allem Gesprächsnotizen – schreibe ich mit meinem Stift auf dem Gerät selbst (zum Beitrag über die Notizenapp GoodNotes); wo wir wieder bei der Reduzierung des Papierkrams wären. Erledigte Aufgaben, die ich mit allen Schülerinnen und Schülern besprechen möchte, fotografiere ich ab und schaue sie mir über den Beamer an. Präsentationen können erstellt und direkt abgespielt werden.

Wie du dein Tablet mit einem Beamer oder TV verbinden kannst, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Mein Tablet erspart mir das ständige Herumtragen eines Laptops sowie weiterer Geräte, die im Unterricht von Nutzen sein können. Zumal seitdem ich für mein Tablet eine in der Hülle integrierte Tastatur verwende. Wenn ich weiß, dass ich größeres vorhabe, kann ich auch eine Maus nutzen.

Vorteil 4: schnell, flexibel und erweiterbar

Tasche auf, Tablet raus, fertig. Kein Hochfahren, kein Login – einfach keine Wartezeit. Es ist schnell und so geht keine kostbare Unterrichtszeit verloren.
Programme (bzw. Apps) werden auf den Tablets nahezu sofort ausgeführt und laufen ruckelfrei. Systemabstürze wie bei Laptops oder an Computern habe ich noch nicht beobachten können.
Auch während des Unterrichts gibt es immer wieder Situationen, in denen der Einsatz des Tablets schon steinige Wege geebnet hat. Wenn ein Schüler sich nichts unter einem Begriff vorstellen kann, suche ich ein Bild. Hat ein Schüler mit Migrationshintergrund Verständnisschwierigkeiten, kann ich ihm die Übersetzung heraussuchen und ggf. sogar vorsprechen lassen.

Neben den Möglichkeiten, die Apps bieten, gibt es auch die Erweiterung der Funktionen durch verschiedene Adapter. Ich selbst nutze ein iPad Pro, dass standardmäßig keinen HDMI- oder SD-Karten-Anschluss hat. Durch Adapter können diese Funktionalitäten angeboten werden.

Wie sieht’s bei dir aus?

Vielleicht denkst du dir jetzt: „Ja hört sich schon toll an, aber ich weiß gar nicht, was ich mir da anschaffen sollte!“ Da geht es dir genau wie vielen anderen. Ich selbst bin der IT-Betreuer meiner Schule und diese Frage wird immer wieder an mich herangetragen. Ich habe in zwei Beiträgen versucht zusammenzufassen, welcher Hersteller für dich in Frage kommen kann und – falls du dich für Apple entscheiden solltest – was die einzelnen Modelle unterscheidet.

Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne einen Kommentar direkt hier unter dem Beitrag hinterlassen. Melde dich jetzt gleich für meinen kostenlosen Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

zuletzt aktualisiert: April 2020

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