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Apple iPad oder Microsoft Surface als Lehrer?

Apple iPad oder Microsoft Surface

In der Funktion als IT-Betreuer meiner Schule, bekomme ich immer wieder die Diskussion mit, ob man sich ein Apple iPad oder Microsoft Surface als Lehrer anschaffen soll. Was man bei dieser Entscheidung wissen muss, ist, dass die Systeme grundverschieden sind. Welche Möglichkeiten die unterschiedlichen Tablets und Betriebssysteme bieten und was du vor dem Kauf wissen solltest, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

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Microsoft Surface

Du musst wissen, dass Surface nur die Produktbezeichnung für alle mobilen Geräte von Microsoft ist. In der folgenden Übersicht siehst du die einzelnen Produktkategorien und deren Namenszuordnungen:

TabletsNotebooksAll-in-One Computer
Surface Go
Surface Pro 6
Surface Pro 7
Surface Pro X
Surface Laptop
Surface Book 2
Surface Laptop 2
Surface Laptop 3
Surface Studio 2

Wenn du nach einem Tablet für die Schule Ausschau hältst, dann kommt die Surface Go oder -Pro-Reihe für dich in Frage. Je weiter unten die Produktbezeichnung in meiner obigen Tabelle steht, desto besser ist das Tablet von der technischen Ausstattung.

Wann kaufe ich ein Surface?

Die große Stärke der Microsoft Surface-Produkte ist Microsoft Windows. Auf den Tablets und Laptops (und All-in-One Computern) läuft standardmäßig Windows 10. Das bedeutet, dass alles das, was du von deinem Rechner zu Hause kennst, genauso auf deinem Surface läuft. Dein Surface verbindet dabei zwei Welten: Die Leistung und das Betriebssystem vom Laptop und die Mobilität vom Tablet.

Wenn du mit deinem Tablet folgendes in der Schule und im Unterricht machen willst, dann ist ein Surface das richtige für dich:

  • absolut keine Umgewöhnung in der Benutzeroberfläche vom gewohnten PC zum Tablet
  • Installationen von (fast) allen Programmen, die auch zu Hause auf dem PC laufen
  • Erstellen von Arbeitsblättern, Präsentationen und anderen Dokumenten in der gewohnten Windows-Umgebung (Microsoft Office zusätzlich nötig)
  • Dateiverwaltung wie auf dem heimischen PC
  • Echtzeitsynchronisation zwischen PC und Tablet
  • Abspielen von Videos, Präsentationen, Bildern, …

Das kann dein Surface nicht leisten:

Was du unbedingt beachten musst, wenn du dir ein Surface zulegst, ist, dass es so gut wie keine Apps gibt, die du im Unterricht verwenden kannst. Der Microsoft Store ist dahingehend sehr schlecht aufgestellt, da die Entwickler hauptsächlich für Apples iOS und Googles Android produzieren. Dafür kann Microsoft aber nichts …

In den meisten Medienentwicklungsplänen, die ich bisher gelesen habe, setzen die Schulen und Schulträger auf Apple-iPads. Die Nutzung von Microsoft Surface in Tabletklassen oder als „ausleihbarer Klassensatz“ ist derzeit noch die Ausnahme.
Für dich bedeutet das, dass du Apps, die du im Unterricht nutzen möchtest, nicht vorher zu Hause ausprobieren kannst. Ebenso ist die Benutzeroberfläche für dich „fremder“, wenn du Schüler bei der Nutzung anleiten möchtest.

Solltest du allerdings das Tablet nur für deine Organisation und Verwaltung nutzen wollen und die oben aufgezählten Punkte genau zu dir passen, dann ist das Surface eine gute Wahl!

Du kannst dein Tablet mit einem Beamer oder Fernseher verbinden, um deinen Schülern im Unterricht Inhalte zu zeigen.

Das Surface bietet auch gute Möglichkeiten des Anschlusses an einen Beamer oder Fernseher. Welche Möglichkeiten es kabelgebundenen und drahtlos gibt, habe ich in einem Beitrag für dich zusammengefasst.

Welches Surface kaufe ich?

Die Auswahl an Surface-Geräten ist nicht nur groß, sondern sehr groß! Jede einzelne Produktreihe gibt es auch noch in verschiedenen technischen Ausführungen, die mehr oder weniger gut für die Schule geeignet sind.

Für die schulische Arbeit sollte dein Tablet folgende Spezifikationen mindestens haben:

  • 128 GB Speicherplatz;
    Wenn du alles auf dem Tablet haben willst und keine Cloud benutzt, dann sogar lieber 256 GB
  • 8 GB Arbeitsspeicher (RAM)
  • du musst für dich entscheiden, ob dir WLAN ausreicht; wenn deine Schule noch kein WLAN hat, du aber drahtloses Internet möchtest, musst du eine LTE-Variante in Betracht ziehen

Wenn du ein Surface Go in Betracht ziehst, ist die nachfolgende Zusammenstellung eine gute Kombination. Das Surface Go hat eine Bildschirmgröße von 10 Zoll (~25 Zentimeter).

Grundsätzlich ist der Stift und die Tastatur bei der Go-Reihe standardmäßig nicht mit dabei. Beides gibt es in unterschiedlichen Farbvarianten.

Wenn du Stift und Tastatur dazu nimmst, musst du also noch etwa 140€ zum reinen Tabletpreis dazurechnen.

Die nächst höhere Kategorie wäre das Surface Pro. Meiner Meinung nach reicht hier als Einstiegsmodell das Pro 6. Nur wenn‘s höher, schneller weiter gehen soll, kannst du das Pro 7 in Betracht ziehen. Die Pro-Reihe hat einen größeren Bildschirm als die Go-Version (12,3 Zoll Bildschirmdiagonale = ~31,25 Zentimeter)
Auch hier ist Stift und Tastatur wieder separat erhältlich.

Eine allumfassende Übersicht zu den verfügbaren technischen Ausführungen findest du auf Wikipedia unter dem Punkt „Versionen“.

Apple iPad

Ebenso wie beim Surface, ist die Bezeichnung iPad nur die Bezeichnung des Gerätes an sich. Innerhalb der Produktkategorie der iPads gibt es verschiedene Produktmodelle: das iPad, das iPad Air und das iPad Pro.

Vorstellung und Gegenüberstellung der verschiedenen iPads um herauszufinden, welches iPad für die Schule geeignet ist.

Hier in diesem Beitrag möchte ich nur kurz die Vor- und Nachteile gegenüber einem Microsoft Surface thematisieren. Eine umfangreiche Gegenüberstellung aller verfügbaren iPad-Modelle mit Pros & Cons habe ich bereits hier erstellt und ständig aktualisiert.

Wann kaufe ich ein iPad?

Wie bereits vorher schon thematisiert, setzen viele Schulen und Schulträger im Rahmen des Digitalpaktes auf Apple iPads. Vor allem bei Tabletklassen sind iPads vorne dabei.

Wenn du bereits ein Apple-Gerät besitzt, egal ob Rechner, Laptop oder iPhone, stellt sich die Frage nicht, ob Surface oder iPad. Dann solltest du dir ein iPad zulegen!

Das bietet dir ein iPad, wenn du es im Unterricht und in der Schule einsetzen willst:

  • du hast bereits ein Apple-Gerät in Benutzung
  • du möchtest Apps nutzen, die auch deine Schüler im Unterricht nutzen können
  • es gibt für alles eine App!
  • das Schreiben auf dem iPad ist meiner Meinung nach flüssiger als auf dem Surface
  • Apples Betriebssystem ist mehr darauf ausgelegt, intuitiv zu funktionieren; die Bedienung ist einfacher
  • das Betriebssystem ist für Tablets optimiert
  • Arbeitsblätter, Präsentationen und weitere Dokumente kannst du mit den Apple-Apps erstellen; es ist aber auch Word, Excel und PowerPoint verfügbar
  • Abspielen von Videos, Präsentationen, Videos, …

Das solltest du beachten, wenn du dir ein iPad zulegst:

Du kannst dein Tablet mit einem Beamer oder Fernseher verbinden, um deinen Schülern im Unterricht Inhalte zu zeigen.

Wenn du noch kein Apple-Gerät in Benutzung hattest, dann erfordert die Einarbeitung Zeit! Dinge funktionieren einfach anders, heißen anders oder liegen an anderen Orten.
Ich erlebe immer wieder, dass der Faktor Zeit, den meisten zu lästig ist. Es wird sich beschwert, dass x und y nicht da ist, etwas nicht funktioniert oder total blöd ist, dabei heißt es nur anders oder liegt woanders. Da war dann die Einarbeitung (oder aber auch die Einführung) nicht gut!
Ich bin mir aber sicher, dass du nach maximal einer Woche der Nutzung, alles wichtige weißt!

Welche Möglichkeiten es gibt, dein iPad mit einem Beamer oder TV zu verbinden, habe ich in einem weiteren Beitrag dargestellt.

Wenn du meinen ausführlichen Beitrag zur Anschaffung eines iPads nicht lesen magst, dann ist das hier ein gutes Startetset:

Warum gibt‘s hier eigentlich kein Android?

Der große Unterschied zwischen Android und Surface/iPad ist, dass Android grundsätzlich nur das Betriebssystem ist. Während auf dem Surface und iPad nur die Software des Herstellers läuft, der auch das Gerät gebaut hat, läuft Android auf vielen verschiedenen Tablets vieler verschiedener Hersteller.

Aus diesem Grund halte ich es nicht für praktikabel Empfehlungen für Tablets mit spezifischen Betriebssystemen abzugeben, wenn eine generelle Vergleichbarkeit weniger möglich ist.

Zu allerletzt ist das Android-System meiner Meinung nach aber auch nicht gut für den schulischen Einsatz geeignet – sowohl auf Schüler-, als auch auf Lehrerseite. Android ist ein offenes System – das heißt jeder Tablethersteller kann Individualisierungen vornehmen. Eine einheitliche Führung der Schüler ist dadurch schwerer möglich – Menüpunkte, Buttons, … sind an anderen Stellen oder heißen anders. Des Weiteren ist die Administration von Android-Geräten schulisch schwerer realisierbar.

Apple iPad oder Microsoft Surface als Lehrer?

In diesem Beitrag habe ich dir Vor- und Nachteile der beiden Systeme gegenübergestellt und ich hoffe, du bist nun etwas näher an der Entscheidung, ob ein Apple iPad oder Microsoft Surface als Lehrer für dich passt.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Surface für dich das richtige ist, wenn du deinen PC zu Hause in einem kleineren Format möchtest. Du kannst mit ihm alles das machen, was du auch am PC zu Hause erledigen kannst.
Ein iPad eignet sich, wenn du bereits ein Apple-Gerät hast und du das Neulernen von Abläufen auf dem neuen Tablet nicht scheust. Du erhältst ein sehr intuitives System, das einfach funktioniert und unglaublich viele Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht hat!

Wenn du bereits ein iPad oder Surface im Einsatz hast, hinterlasse einen Kommentar mit deinen Abläufen, Erfahrungen und Tipps. So können interessierte Kolleginnen und Kollegen vom Schwarmwissen profitieren!

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iPad, surface oder doch chrome? - Schule in der digitalen Welt

[…] Tino Rummel: Welches iPad als Lehrer? Und aktueller: Apple iPad oder Microsoft Surface als Lehrer? […]

Matthias
Gast
Matthias

Hallo,

vielen Dank für die sehr gute Gegenüberstellung.

Meine Frage bezieht sich auf die Übertragbarkeit von Präsentationen.
Bisher habe ich die Präsentationen auf dem Windows Notebook mit PowerPoint erstellt und möchte jetzt das ganze auf ein Tablet umstellen, das es einfach handlicher ist. In den Präsentationen sind auch Videos verknüpft.
Funktioniert die Übertragung auf das IOs-Betriebssystem dann einigermaßen problemlos, wenn man dann zumindest das Office-Tool lädt oder kann man sich darauf einstellen, das alles neu bearbeitet werden muss. Dann wäre der Umstieg auf die Surface-Reihe der bessere Schritt denke ich.

Vielen Dank im Voraus .

Viele Grüße
Matthias

Stefan Albring
Gast
Stefan Albring

Also, ich habe zweieinhalb Jahre versucht, meinen Arbeitsalltag mit einem iPad zu gestalten. Es war eine einzige Katastrophe, weil iPads im Bereich Textverarbeitung/Office meines Erachtens nicht brauchbar sind. Die Dokumentenablage ist nach wie vor Murks, Multitasking funktioniert nur sehr beschränkt und das Überarbeiten von Texten – für Lehrer und Schüler eine der Hauptaufgaben in allen Fächern – ist mangels Mausunterstützung ein Graus. Warum sich Apple hier weigert, eine vernünftige Arbeitsumgebung zu ermöglichen, verstehe ich nicht; ebenso wenig verstehe ich, warum Bildungsträger iPads anschaffen. Es gibt nette Lernapps, aber in der Breite und Gesamtanwendbarkeit ist das meines Erachtens nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich brauche Word, OneNote, Microsoft Whiteboard; das gilt auch für meine SuS. Und da ist der Arbeitsablauf auf dem Surface wesentlich flüssiger und ergonomischer. Schulträger schaffen das iPad an, weil es billiger und wartungsärmer ist, aber an weiterführenden Schulen ist es eben auch eher ein Spielzeug als ein Arbeitsmittel. An Grundschulen mag das etwas anderes sein.

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