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Dein Tablet mit dem Beamer oder TV verbinden

Du kannst dein iPad, Microsoft Surface oder ein anderes Tablet mit einem Beamer oder Fernseher verbinden.

Einer der größten Vorteile der Arbeit mit einem Tablet ist, dass du die Inhalte, die du vor dir siehst, auch deinen Schülern über einen Beamer oder einen TV zeigen kannst. Doch die ganzen verschiedenen Anschlüsse, Verbindungsmöglichkeiten über Kabel oder kabellos und auch die Eigenheiten der verschiedenen Tablethersteller, machen es nicht leicht, die passende und für dich beste Möglichkeit zu finden, dein Tablet mit dem Beamer oder TV zu verbinden. Welche Möglichkeiten es gibt, zeige ich dir hier!

Ein kleiner Hinweis: In diesem Beitrag gibt es Affilate-Links von Amazon; sie sind mit einem * gekennzeichnet. Wenn du einen Kauf über einen meiner Links tätigst, erhalte ich eine kleine Provision. Ganz wichtig: Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht!

Verbindung deines iPad / iPhone

Grundsätzlich gilt, dass alles, was in diesem Abschnitt zum iPad kommt, auch mit dem iPhone funktioniert.

Um dein iPad / iPhone per Kabel mit einem Fernseher oder Beamer verbinden zu können, musst du erst einmal wissen, was für einen Anschluss dein Gerät hat. Erst dann kannst du gezielt eine Methode auswählen, um auf einem Beamer oder Fernseher zu präsentieren.
Die Unterscheidung ist nicht schwer. Alle iPhones haben den Lightning-Anschluss. Ebenso alle „normalen“ iPads. Nur die iPad Pros haben einen USB-C-Anschluss.
Wenn du dir nicht sicher bist, was du benötigst: Schau in die Ladebuchse deines iPads. Ist noch ein kleiner Stift in der Ladebuchse, dann hast du einen USB-C-Anschluss. Ist die Ladebuchse im Inneren leer, dann hast du einen Lightning-Anschluss.

Kabelgebunden mit dem Lightning-Anschluss

Wenn du dein iPad / iPhone mit Lightning-Anschluss mit einem Beamer oder einem TV verbinden möchtest, benötigst du einen Adapter. Hierbei musst du wissen, welchen Anschluss dein Beamer / TV haben wird. Moderne Fernseher und Beamer haben alle mindestens einen HDMI-Anschluss. Dafür brauchst du diesen Adapter* und ein ganz einfaches HDMI-Kabel*. Der Vorteil ist, dass hierbei auch gleich der Ton über das HDMI-Kabel übertragen wird. Alle neueren Beamer können mittlerweile Ton wiedergeben; Fernseher sowieso.

VGA-Anschluss zum Anschluss eines Tablets an einen Beamer oder TV
Der VGA-Anschluss kann im Gegensatz zu HDMI keinen Ton übertragen.

Wenn der TV oder Beamer noch einen älteren Anschluss, den sogenannten VGA-Anschluss hat, dann benötigst du diesen Adapter*. Zusätzlich benötigst du dann noch ein passendes VGA-Kabel*. Der VGA-Anschluss sieht aus, wie ein blaues Trapez (siehe Bild). Hierüber kann kein Ton übertragen werden. Um den Ton dann ins Klassenzimmer zu bringen, empfiehlt sich eine Bluetooth-Box zur kabellosen Tonübertragung. Die Box sollte etwas Masse haben, um den notwendigen „Wumms“ für’s Klassenzimmer zu haben. Ich besitze privat diese* Box von Anker und kann sie empfehlen.

Zwei Hinweise aus der Praxis als IT-Betreuer:

(1) Die Original-Adapter sind teuer; das stimmt. Aber letztendlich kommen immer wieder Kolleginnen und Kollegen zu mir, weil die Bildübertragung nicht funktioniert. In 95% der Fälle stellt sich heraus, dass kein Original sondern ein 8-Euro-Adapter verwendet wird. Der Grund dafür ist meistens, dass ein Chip in dem Adapter fehlt. Vor allem Filme sind zumeist verschlüsselt. Diese Verschlüsselung können die günstigen Adapter nicht verarbeiten.
Die Adapter können von der Steuer abgesetzt werden. Wie das geht, habe ich in
diesem Beitrag erklärt.

(2) Greife gleich zu einem etwas längerem Kabel. Ich empfehle hier eine Länge von 3 Metern und mehr. Dadurch bist du mobiler.

Kabelgebundenen mit dem USB-C-Anschluss

Der USB-C-Anschluss macht vieles einfacher. Durch ihn benötigst du keinen passenden Adapter mehr, sondern nur noch das passende Kabel.
Hast du einen HDMI-Beamer bzw. einen TV mit HDMI-Anschluss, dann reicht dieses Kabel* vollkommen aus. Hierüber wird ebenfalls gleich der Ton mitübertragen.

So einfach ist es, dass wir das Thema schon in dieser Kürze abgehandelt haben. 🙂

Drahtlos mit einem Apple-TV

Ein AppleTV ist Apples Set-Top-Box, um Filme und Musik zu streamen. Für das Klassenzimmer kannst du sie nutzen, um den Bildschirm deines Apple-Gerätes (also auch MacBook, MacBook Pro, …) auf einen Beamer oder Fernseher zu spiegeln.

Mit einem AppleTV kannst du das Bild deines iPads, iPhones oder anderen Apple-Gerätes drahtlos an einen Beamer oder Fernseher übertragen.

Dabei wird der AppleTV über ein HDMI-Kabel mit dem Beamer oder TV verbunden. Zusätzlich benötigt der AppleTV noch eine Stromverbindung.
Damit die drahtlose Kommunikation zwischen AppleTV und Apple-Gerät funktioniert, muss dein AppleTV und dein Gerät im selben WLAN sein. Wenn deine Schule ein WLAN hat, dann kannst du deinen AppleTV damit verbinden und von überall auf den AppleTV zugreifen. Prinzipiell kann das dann jedes Apple-Gerät, dass im WLAN ist. Dies kannst wird aber durch einen Code gesichert – das heißt, eigentlich kann’s dann doch nicht jeder 😉

Doch was machst du, wenn deine Schule kein WLAN hat? Ab Generation 3 des AppleTV kann es selbst ein WLAN aufbauen, mit dem du dein Apple-Gerät dann verbinden kannst. Dadurch wird die Bildübertragung auch ohne schulisches WLAN möglich.

Von den AppleTVs gibt es mittlerweile 5 Generationen. Die Generationen 1 und 2 kommen nicht mehr in Frage – sie sind auch nur noch schwer bis gar nicht zu erhalten. Für mich wäre der AppleTV der 3. Generation die perfekt Wahl für die Schule – sie sind „recht günstig“ (zwischen 50-90€), klein und können bereits ein eigenes WLAN aufbauen. Schwierig ist dabei, dass du es nicht mehr über „offizielle“ Kanäle bekommst. Du musst auf Plattformen wie Ebay oder ReBuy zurückgreifen.
Die neueren AppleTVs der 4. (AppleTV HD)* und 5. Generation (AppleTV 4K)* können auch alles das, was der AppleTV der 3. Generation kann, sind jedoch größer, schwerer und vor allem wesentlich teuerer!

Drahtlos mit einer Software

Vielleicht hast du Glück und unterrichtest in einem Klassenzimmer, in dem vielleicht schon ein PC oder Laptop steht. Meistens ist das bei interaktiven Whiteboards – umgangssprachlich auch Smartboards genannt – der Fall. Mit einer Software auf dem Rechner kannst du deinen Bildschirm vom Tablet (Apple, Android, Microsoft) drahtlos auf den Rechner übertragen. Dieser überträgt das Bild dann an den Beamer, mit dem der PC verbunden ist.

Eine solche Software ist zum Beispiel AirServer. Für Bildungseinrichtungen beginnen die Lizenzgebühren bei 8$ und reichen bis 12$.
Eine Alternative ist AirParrot. Der Preis beginnt bei ~13$ und staffelt sich nach entsprechender Gerätezahl.

Einziger Nachteil hierbei: Du benötigst ein WLAN, mit dem dein iPad mit dem Rechner kommunizieren kann.

Verbindung deines Microsoft Surface

Microsoft setzt vollkommen auf HDMI. Leider benötigst du aber für die unterschiedlichen Surface-Arten unterschiedliche Adapter bzw. Kabel. Ich habe dir alles wichtige in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt:

Mein Surface-GerätExterne Anzeige über …
Surface ProMini DisplayPort
Surface StudioMini DisplayPort
Surface LaptopMini DisplayPort
Surface BookMini DisplayPort
Surface 3Mini DisplayPort
Surface Book 2USB-C
Surface Studio 2USB-C
Surface GoUSB-C

Die Ausgabe erfolgt je nach Gerät entweder über den Mini DisplayPort oder USB-C. Der Vorteil beider Anschlüsse ist, dass sie gleich den Ton mit übertragen können. Die neueren Beamer und TVs sowieso, können Ton wiedergeben.
Es gibt zwei Möglichkeiten für die Anschlüsse: Adapter + Kabel oder Kabel in dem der Adapter mit eingebaut ist.
Ich empfehle dir zum Kabel mit integriertem Adapter zu greifen: nur einmal Kosten, du musst an weniger denken und hast mehr Platz in der Tasche.

Bei den Mini DisplayPort-Kabeln hat dieses hier* sehr gute Bewertungen für den Einsatz mit einem Microsoft Surface erhalten.
Bei den USB-C-Kabeln wurde dieses hier* sehr gut bewertet.
Achte darauf, das Kabel nicht zu kurz zu wählen!

Drahtlose Verbindungen des Surface

Zur drahtlosen Übertragung bietet Microsoft ein eigenes Produkt an. Von der Funktionsweise gleicht es dem AppleTV, ist jedoch viel kleiner und ausschließlich für die Bild- und Tonübertragung geeignet.

Der Microsoft Wireless Display Adapter v2* ist ein kleiner HDMI-Stecker, der in den Beamer kommt. Das andere Ende muss mit einem USB-Anschluss verbunden werden. Darüber erhält der Adapter seinen Strom.

Die Verbindung funktioniert zuverlässig, was beim alltäglichen Unterrichten ein absolutes Muss ist! Meine Kolleginnen und Kollegen mit einem Microsoft Surface benutzen genau diesen Adapter, um ihr Tablet mit einem Beamer oder TV zu verbinden.

Wenn in (d)einem Klassenzimmer bereits ein Rechner an einen Beamer oder TV angeschlossen ist, kannst du auch eine Software auf dem Gerät nutzen, um dein Bild zu übertragen. Das habe ich hier in diesem Artikel weiter oben beschrieben.

Huawei, Samsung, Acer, … verbinden

Und hier wird’s schwierig.

Obwohl alle Hersteller mehr oder minder das Betriebssystem Android oder eine Abwandlung davon nutzen, kocht doch jeder sein eigenes Süppchen bezüglich der Übertragung des Bildschirms auf einen Beamer.

Viele Tablethersteller benutzen den MHL-Standard für die kabelgebundene Bildübertragung. Aber auch das ist wieder keine Konstante. „Viele“ sind leider nicht „alle“. MHL-Kabel* werden hauptsächlich für Tablets genutzt, die einen Micro-USB-Anschluss haben.
Wenn dein Tablet einen USB-C-Anschluss hat, dann kannst du ein einfacher USB-C-to-HDMI-Kabel* benutzen. Dies sollte in den meisten Fällen für USB-C-Geräte passen.

Du merkst schon, dass es an Eindeutigkeit bei den Androidgeräten leider fehlt. Ein Standard beginnt sich gerade erst durchzusetzen. Um eine hohe Treffsicherheit des richtigen Kabels zu haben, solltest du auch hier die Bezeichnung deines Tablets mit dem Zusatz „MHL“ oder „Verbindung Beamer“ in eine Suchmaschine eingeben.

Drahtlos mit einem Android-Tablet

Am wahrscheinlichsten ist die Verbindung über Miracast; ähnlich wie beim Microsoft Surface. Mithilfe eines Dongles, den du an den HDMI-Anschluss des Beamers anschließt, kannst du dein Bild drahtlos übertragen. Die Dongle haben etwa die Größe eines USB-Sticks.
In neueren Beamern ist dieser Standard bereits integriert; schau einfach mal nach einem Aufkleber auf dem Beamergehäuse. Alternativ kannst du den Beamer auch mit dem Zusatz „Miracast“ googlen“.
Beamer, die Miracast nicht standardmäßig unterstützen, können mit einem kleinen Adapter (auch Dongle genannt) gepimpt werden. Diese sehen aus wie ein USB-Stick und werden direkt an den HDMI-Anschluss des Beamers gesteckt. Dein Gerät kann sich dann mit dem Dongle verbinden und das Bild übertragen.

Viele benutzen auch für Android-Tablets den kabellosen Adapter, den Microsoft für seine Surface-Tablets herausgegeben* hat. Dieser benutzt nämlich das Miracast-Protokoll zur Übertragung. Der Microsoft Wireless Display Adapter v2* ist ein kleiner HDMI-Stecker, der in den Beamer kommt. Das andere Ende muss mit einem USB-Anschluss verbunden werden. Darüber erhält der Adapter seinen Strom. Ob es mit deinem Tablet funktioniert, erfährst du leider nur durch probieren oder über Erfahrungsberichte anderer Nutzer.

Sollte es nicht mit dem Microsoft-Adapter funktionieren, führt der Umweg nur über einen Dongle anderer Mitbewerber. Leider gibt es viele minderwertige Produkte auf dem Markt und was bei mir funktioniert, kann bei dir schon wieder ruckeln, abbrechen oder gar nicht starten. In diesem Fall geht leider „probieren über studieren“. Eine Auswahl an Donglen findest du hier*. Achte auch auf die Bewertungen; mir sind immer viele Rechtschreibfehler aufgefallen; dass schreit nach Missbrauch, um dich zum Kauf zu bewegen.

Wenn in (d)einem Klassenzimmer bereits ein Rechner an einen Beamer oder TV angeschlossen ist, kannst du auch eine Software auf dem Gerät nutzen, um dein Bild zu übertragen. Das habe ich hier in diesem Artikel weiter oben beschrieben.

Fazit

Grundsätzlich ist es nicht schwer, dein Tablet mit dem Beamer oder TV zu verbinden – du musst nur die richtige Technik herausfinden.
Die Vielfalt ist bei der Standardisierung ist dabei leider etwas hinderlich. Je nach Hersteller sind die Möglichkeiten sehr vielfältig.
Apple und Microsoft gehen dabei eher geradere Wege und setzen auf neuere Verbindungen. Ich denke, dass sich USB-C hierbei durchsetzen wird, weil es neben der Bildübertragung noch sehr viel mehr Vorteile bietet. Auch bei den drahtloseren Verbindungen haben diese beiden Hersteller mehr Klarheit in ihrer Produktpalette.

Bei den „Android“-Tablets kann leider nicht von einem Standard zu diesem Zeitpunkt gesprochen werden. Der gleiche Hersteller nutzt teilweise unterschiedliche Systeme und die Herstellervielfalt ist einfach viel größer. Hier hilft dann leider nur die Recherche in den Bedienungsanleitungen, den Homepages oder in Foren, um das passende Kabel oder die beste drahtlose Box zu finden.

Wenn du eine gut funktionierende Möglichkeit für dich gefunden hast, dein Tablet mit einem Beamer oder TV zu verbinden, dann freue ich mich über einen Kommentar. So können auch andere Lehrkräfte von deinen Erfahrungen in diesem weiten Feld profitieren.

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Birgit Hofmann
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Birgit Hofmann

Danke für den Beitrag! Ich habe immer einen Weg gesucht, unkompliziert und schnell beliebige Endgeräte (also konkret die Smartphones von Schülern oder Kursteilnehmern) projizieren zu können, um Arbeitsergebnisse vorzustellen. Oft steht ja nicht einmal stabiles WLAN zur Verfügung. Miracast (mit Dongle) funktioniert ziemlich zuverlässig und vor allem schnell mit allen möglichen Geräten (Android, iOS, MacOS, Windows habe ich probiert).

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