Welches iPad für die Schule?

Vorstellung und Gegenüberstellung der verschiedenen iPads um herauszufinden, welches iPad für die Schule geeignet ist.

***Dieser Beitrag wurde am 05.05.2019 auf den neuesten Stand gebracht***

iPad, iPad Pro, iPad Air, iPad mini, iPad 2018 … über die Jahre ist die Vielfalt bei der Auswahl eines iPads stark angestiegen. Dabei gibt es starke Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen, die sich nicht nur im Preis widerspiegeln. Du kannst zum Beispiel nicht auf allen mit einem Stift schreiben. Wie viel Speicherplatz sollst du auswählen? Welche Displaygröße ist besser geeignet, für den Alltag in der Schultasche? Und was ist verdammt noch mal „Cellular“?
Mit diesem Beitrag helfe ich dir bei der Auswahl des für dich passenden iPad für die Schule (und natürlich auch für privat) 😉 .

Ein kleiner Hinweis: In diesem Beitrag gibt es Affilate-Links von Amazon; sie sind mit einem * gekennzeichnet. Wenn du einen Kauf über einen meiner Links tätigst, erhalte ich eine kleine Provision. Ganz wichtig: Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht!

WiFi und Cellular – was ist der Unterschied?

Es gibt jedes iPad in zwei Versionen bezüglich der drahtlosen Kommunikation. Das ist einmal die „WiFi“-Variante und einmal die „WiFi + Cellular“-Variante.

WiFi“ ist dabei der englische Begriff für das in Deutschland genutzte „WLAN“. Das heißt, dass du die Verbindung in das Internet nur nutzen kannst, wenn du dich in einem WLAN befindest. Dies ist meistens zu Hause der Fall. Alternativ kannst du mit deinem Smartphone einen Hotspot aufbauen. Dann kann dein iPad das Internet deines Smartphone-Tarifs nutzen. Eine Nutzung des Internets ohne WLAN ist nicht möglich.

„Wifi + Cellular“ ist die Kombination aus WLAN und Mobilfunk. Dein iPad hat neben WiFi dann einen zusätzlichen Platz für eine SIM-Karte. Dadurch kannst du dann auch unabhängig von einem WLAN im Internet surfen. Das iPad in der Cellular-Version ist immer etwas teurer als die reine WiFi-Variante.
Fast alle Mobilfunkanbieter bieten reine Datentarife zur Nutzung in Tablets. Diese sind günstiger als Smartphonetarife, da du damit nur im Internet surfen kannst. Vor allem die großen Anbieter ermöglichen ab einer bestimmten Preisstufe ein Upgrade des Smartphonetarifs, sodass sich das Smartphone und Tablet ein Datenvolumen teilen. Ich nutze dieses Angebot meines Anbieters. Dafür zahle ich 6€ mehr im Monat und erhalte dafür 2GB auf mein Datenvolumen on top. Dieses kann ich auch fürs Smartphone nutzen, da sich die Geräte die Daten teilen.

Bei meinem nächsten iPad für die Schule würde ich kein Cellular-Gerät mehr wählen. Mittlerweile haben wir in der Schule WLAN und wenn ich dann doch einmal Internet außerhalb vom WLAN benötige, habe ich immer noch mein Smartphone. Meiner Meinung nach kannst du dir den Mehrpreis sparen.

Wieviel Speicherplatz benötige ich auf dem iPad?

Die iPads gibt es mit unterschiedlich viel Speicherplatz. Die Stufen hierbei sind 32 GigaByte (GB), 64 GB, 128 GB, 256 GB, 512 GB und 1 TerraByte (=1024 GB). Es gibt allerdings nicht jede Speichergröße bei jedem Gerät. Die großen Speicherkapazitäten sind nur bei den iPad Pros erhältlich.

Ich selbst besitze ein iPad mit einer Speicherkapazität von 128 GB. Um das Einordnen zu können, hier mal ein paar Eckdaten meiner Nutzung: Ich habe 80 Apps installiert, etwa 25.000 Bilder und 500 Videos in der iCloud, 3000 Lieder in der Musik-App und circa 60 GB Daten in der iCloud. Daten, die in der Cloud liegen, sind nicht vollständig auf deinem iPad. Erst wenn du die Datei, das Bild oder das Video nutzen möchtest, wird es heruntergeladen. Insgesamt sind noch 80 GB von 128 GB auf meinem iPad frei.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass für die Nutzung des iPad in der Schule eine Speicherkapazität von 128 GB vollkommen ausreicht.

Welches iPad ist für die Schule geeignet?

Apple stellt in seiner Übersicht folgende iPad-Versionen dar:

Welches iPad passt am besten für die Schule?

Einige dieser iPad-Modelle sind meiner Meinung nach für die Schule vollkommen ungeeignet. Sei es aufgrund der Größe des Bildschirms, des überdimensionierten Speichers oder schlicht und ergreifend aufgrund des Preises.

Welches iPad für die Schule geeignet ist, habe ich dir nachfolgend zusammengestellt.

Das iPad mini

Wie der Name schon vermuten lässt, ist das iPad mini 5* das kleinste iPad der Modellreihe. Das iPad mini hat im April 2019 ein großes Update erhalten. Du kannst es in der Farben silber, dunkelgrau und gold kaufen. Die verfügbaren Speichergrößen betragen 64GB und 256 GB.

Mit einer Bildschirmdiagonale von 7,9″ (~20,6 Zentimeter) ist es für den unterrichtlichen Einsatz nur bedingt geeignet. Die dargestellten Inhalte sind meiner Erfahrung nach in einigen Apps zu klein. Neu ist seit Mai, dass du auf dem iPad mini mit dem Apple Pencil schreiben kannst. Aber Achtung: Du benötigst den Apple Pencil der 1. Generation!

Das iPad

Das iPad ist derzeit in der Version „iPad 2018*“ erhältlich. Es gibt es in den Farben silber, spacegrau und rosegold. Du erhältst es nur mit einer Speicherkapazität von 32 GB* und 128 GB*. Das iPad hat eine Bildschirmdiagonale von 9,7″ (~24,6 Zentimeter). Damit ist die Bildschirmfläche etwas größer als ein A5-Papier. Auf diesem Modell des iPads kannst du mit dem Apple-Pencil* (der 1. Generation) schreiben. Zum Schreiben benutze ich die Notizbuch-App GoodNotes, die ich zuvor schon einmal vorgestellt habe. Ebenso kannst du eine Bluetooth-Tastatur verwenden und es mit deinem Fingerabdruck entsperren. Es wiegt 469 Gramm.

Apple bewirbt dieses Modell des iPads ausdrücklich für den Bildungsbereich gemacht. Gegenüber den iPad Pros hat Apple Abstriche beim Display gemacht, die man aber meiner Meinung nach nicht bemerkt. Es ist immer noch ein „Retina“-Display mit einer Auflösung, die weit über dem HD-Standard liegt. Aufgrund von Einsparungen in der Ausstattung ist das iPad in dieser Version erheblich günstiger als die anderen Modelle der Pro-Reihe.

Als IT-Beauftragter meiner Schule habe ich dieses Modell der iPads zum Einsatz im Unterricht angeschafft. Auch vielen Kolleginnen und Kollegen habe ich es empfohlen. Bis jetzt habe ich noch keine unzufriedenen Stimmen gehört. 🙂

Für den normalen Lehrer in der Schule, empfehle ich das iPad in der WiFi-Variante mit 32 GB Speicherplatz*, wahlweise mit 128GB*.

Das iPad Air

Das iPad Air gab es früher schon einmal unter diesem Namen. Zwischenzeitlich existierte es dann unter dem Namen „iPad Pro 10,5“ und jetzt wieder als iPad Air. Das iPad Air* ist vom Gehäuse her baugleich zum iPad. Es besitzt eine Bildschirmdiagonale von 10,5″, was 26,67 Zentimetern entspricht. Es gibt es in den Farben silber, spacegrau und gold. Du kannst zwischen 64 GB*, und 256 GB* wählen. Wie auch beim vorherigen Modell kannst du mit dem Apple Pencil (der 1. Generation)* darauf schreiben. Es wiegt 469 Gramm.

Im Gegensatz zum iPad hat das iPad Air ein besseres Display, welches die Farben natürlicher darstellt. Der Unterschied ist meiner Meinung nach nahezu nicht erkennbar. Für dein Einsatz einer Tastatur bietet das iPad Pro den sogenannten Smart-Connector. Dies ist ein Kontakt an der Seite des iPads, über den die Tastatur mit dem Tablet Daten austauschen und Energie beziehen kann.

Ich habe mir damals dieses iPad Pro (also den Vorgänger des Air) gekauft, damit ich mit einem Stift darauf schreiben kann. Ich habe mich sehr geärgert, als zwei Monate später das „iPad“ in der preislich reduzierten Version veröffentlich wurde. Es war einfach um die Hälfte günstiger und konnte genau das gleiche, wofür ich das andere Modell gekauft hatte …

Das iPad Pro 11″ und iPad Pro 12,9″

Das iPad Pro 11″ * und iPad Pro 12,9″ * sind die Flaggschiffe von Apple. Ich fasse die beiden iPads hier zusammen, da sie sich bis auf die Bildschirmgröße nicht unterscheiden.

Apple hat bei beiden, was das Gehäuse angeht, eine Kehrtwende gemacht. Wo die vorherigen Modelle nach hinten hin abgerundete Kanten hatten, haben diese beiden Modelle wieder das Design vom iPhone 5. Die Kanten fallen gerade nach unten und bieten so eine bessere Griffigkeit.

Sie besitzen eine Bildschirmdiagonale von 11″ (~28 Zentimeter) bzw. 12,9″ (~32,8 Zentimeter). Das 12,9″ iPad Pro hat somit die ungefähre Bildschirmgröße eines A4-Papiers. Das besondere ist, dass der Rahmen um das sichtbare Bild viel schmaler ist, als bei den vorherigen Modellen. Es gibt sie in den Farben silber und spacegrau. Du kannst jeweils zwischen 64 GB, 256 GB, 512 GB und 1 TB Speicherkapazität wählen. Anders als bei den vorherigen Modellen benötigst du zum Schreiben auf dem iPad Pro den Apple Pencil der 2. Generation*. Neu ist eine digitale Taste an der Seite des Stiftes, mit der du wie bei einer Maus Dinge ausführen kannst. Ebenso hält dieser Stift magnetisch an der Seite des iPads und wird dadurch geladen. Aber! Mit diesem Apple Pencil kannst du nur auf dem iPad Pro 11″ und 12,9″ schreiben. Er wird nicht auf vorherigen Modellen funktionieren. Das iPad Pro wiegt 468 Gramm (11″) bzw. 631 Gramm (12,9″).

Was ist der Unterschied zu den anderen Modellen?

Die Displaytechnologie wurde gegenüber dem iPad Pro 10,5″ noch einmal verbessert. Apple nennt dies Liquid Retina Display. Zum Entsperren nutzen die iPads jeweils FaceID. Das heißt, dass das iPad durch einen Blick auf den Bildschirm entsperrt wird. Einen klassischen Home-Button wie auf den vorherigen Modellen, gibt es nicht mehr. Neben einer 12 Megapixel Kamera und einer Videoaufnahme im 4K-Standard (4x besser als HD) kannst du auch hier eine Tastatur über den SmartConnector anschließen. Dieser tauscht dann Daten mit der Tastatur aus und stellt Energie bereit.
Neu ist auch der USB-C-Anschluss zum Laden. Die vorherigen Modelle benutzten immer noch den Lightning-Anschluss. Es scheint so, dass Apple nun den USB-C-Anschluss in allen seinen Geräten umsetzen möchte, nachdem die neueren MacBook Pros auch schon diesen Anschluss hatten.
Das besondere am USB-C ist, dass du keine Adapter mehr benötigst, sondern direkt mit einem USB-C-Kabel an das iPad kannst, um Filme zu zeigen oder Daten zu synchronisieren.

Doch meiner Meinung nach ist das iPad Pro 11″ und 12,9″ für die Schule nicht geeignet. Preislich ist es total überdimensioniert. Das 11″-Modell beginnt bei rund 850€; das 12,9″-Modell bei 1000€ in der WiFi-Version mit dem geringsten Speicherplatz von 64GB. Außerdem halte ich 12,9″ für zu groß, um es jeden Tag in der Schultasche mitzutragen.

Eine Zusammenfassung

Apple hat ein breit aufgestelltes LineUp beim iPad geschaffen und damit eine breite Masse an Bedürfnissen abgedeckt. Gerade die iPads der oberen Pro-Reihe (11″ und 12,9″) sind eher etwas für Grafiker, Künstler, Fotographen und Designer. Die Leistung, die in diesen Berufsgruppen vom iPad benötigt wird, ist in jedem Fall vorhanden.

In der Schule reicht meiner Meinung nach ein Tablet der Modellreihe „iPad*„. Es kann alles, was für den Alltag und Unterricht benötigt wird, hat ein qualitativ hochwertiges Aluminiumgehäuse und kann zum Schreiben mit dem Apple-Pencil verwendet werden. Alle Apps laufen auf ihm. Das Preis-Leistungsverhältnis ist wirklich sehr gut. Je nach WLAN-Ausstattung der Schule eignet sich ein WiFi oder Cellular-Gerät. In dieser Modellreihe beträgt der Unterschied nicht einmal 100€.
Du darfst auch nicht vergessen, dass du den Kauf des iPads nahezu vollständig von der Steuer absetzen kannst. Wie das geht habe ich in diesem Beitrag erklärt.

Hast du bereits ein iPad im Einsatz und siehst die Dinge genauso oder anders als ich? Hast du Fragen, die ich eventuell noch nicht beantwortet habe? Dann freue ich mich über einen Kommentar direkt unter dem Beitrag. 🙂

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Lis
Gast
Lis

Hallo! Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung! Genau das habe ich gesucht. Ich denke, ich habe mich entschieden. Das iPad 2018 in der 128er Variante klingt sehr überzeugend.
Viele Grüße aus Aachen!

Rebecca
Gast
Rebecca

Tino, vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung! Dein Beitrag ist exakt das, wonach ich gesucht habe und mehr, als mir Apple-Verkäufer sagen konnten. Ich starte gerade mein Ref und würde mich nach jahrelangem analogen und digitalen Chaos etwas ordnen 😉 Mir wurde das iPad Air empfohlen, zusätzlich (nach eigenem Wunsch) mit Stift und Tastatur. Mit allem drum und dran läge der Preis bei nur 64GB bei ca. 800. Das ist schon recht viel Geld. Du meinst, das „normale“ iPad aus der 2018er Generation kann mit dem Air genauso mithalten? Ich zweifel tatsächlich, ob mir die 128GB reichen würden, denn… Weiterlesen »

Claudia
Gast
Claudia

Lieber Tino, aufgrund deiner infomativen Gegenüberstellung fiel mir die Entscheidung letzendlich nicht schwer und ich habe mich für das einfache ipad mit 128gb entschieden.
Nun harre ich der Dinge und freue mich auf das neue Equipment.

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