Warum du als Lehrer ein Tablet brauchst

Warum du als Lehrer ein Tablet brauchst

Jeder Lehrer sollte ein Tablet haben; davon bin ich felsenfest überzeugt. Im täglichen Unterricht, in der Vor- und Nachbereitung sowie den zahlreichen Konferenzen und Gesprächen erleichtert es den Alltag.  Ich möchte heute meine Erfahrungen, die ich mit der Anschaffung eines Tablets gemacht habe, teilen. Und am Ende bist du dann vielleicht ein Stück näher an der Anschaffung dieser Arbeitserleichterung angelangt 🙂

Wenn du den Kauf eines iPads in Erwägung ziehst, habe ich hier die verschiedenen Modelle gegenübergestellt und aus Sicht des schulischen Einsatzes ein Fazit gezogen.

Total unnütz!

Als ich zum ersten Mal die Präsentation eines Tablets im Fernsehen gesehen habe, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich so etwas nicht brauche. Was sollte ich mit einem übergroßen Smartphone, auf dem ich nur surfen und etwas spielen konnte? Es war einfach kein Bedarf da!

Doch dann kam der Vorbereitungsdienst bzw. das Referendariat! Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, warum ich nun unbedingt ein Tablet benötige! In allen möglichen Situationen dachte ich mir: „Das muss doch auch einfacher, schneller, besser, … gehen.“ Und das ging es auch.

Schluss mit dem Papierkram

Es ist unglaublich, wie viel Papier täglich über die Schülertische und Lehrerpulte wandert. Und dann noch deine Unterrichtsvorbereitungen, Gesprächsnotizen, Merkzettel und und und … Mit meinem Tablet habe ich angefangen, das Ganze zu reduzieren. Lösungen, Tafelbilder, Unterrichtsabläufe, … habe ich mittlerweile nur noch digital auf meinem Tablet. Gute Materialien von Verlagen habe ich gescannt abgelegt und bin so sehr flexibel. Von meinem Tablet aus kann ich Materialien an Kollegen versenden, Schüler die nicht am Unterricht teilnehmen konnten, erhalten die Materialien per E-Mail und natürlich drucke ich auch manchmal noch etwas aus 😉

Alles an einem Platz

Das Tablet hat mir die Möglichkeit eröffnet, meine klassische Dateiablage von Unterrichtsmaterial auf Papier zu überdenken.
Am Ende des Schuljahres muss ich nichts in Ordner heften, wenn ich den Jahrgang nicht unterrichte. Das war immer eine meiner ungeliebtesten Aufgaben in den Sommerferien. Und oh weh, wenn man dann mal die Dinge nicht ordentlich abgeheftet hat. Dann beginnt beim nächsten Mal das große Suchen.

Auf meinem Tablet habe ich meine Materialien in Ordnern organisiert.

Auf dem Tablet habe ich Ordner angelegt und in diesen liegen die Unterrichtsmaterialien fein säuberlich durchnummeriert. Aus den Ordnern heraus kann ich die Kopiervorlagen drucken und für mich weitere Materialien wie Einstiegsbilder, Lösungen und Unterrichtsabläufe hinterlegen. Wenn neue Materialien erstellt werden, kann ich diese einfach im entsprechenden Ordner ablegen.

Das Tablet – ein Gerät für alles

Notenheft, Scanner, Kamera, Notizblock, Laptop, Tonaufnahmegerät und vieles mehr. Ein Tablet vereint alle diese Dinge und noch viel mehr. Dokumente und Materialien, die ich aufbewahren möchte, scanne ich mit einer App ab. Notizen – vor allem Gesprächsnotizen – schreibe ich mit meinem Stift auf dem Gerät selbst (zum Beitrag über die Notizenapp GoodNotes); wo wir wieder bei der Reduzierung des Papierkrams wären. Erledigte Aufgaben, die ich mit allen Schülerinnen und Schülern besprechen möchte, fotografiere ich ab und schaue sie mir über den Beamer an. Präsentationen können erstellt und direkt abgespielt werden.

Mein Tablet erspart mir das ständige Herumtragen eines Laptops sowie weiterer Geräte, die im Unterricht von Nutzen sein können.

Schnell, flexibel und erweiterbar

Tasche auf, Tablet raus, fertig. Kein Hochfahren, kein Login – einfach keine Wartezeit. Es ist schnell und so geht keine kostbare Unterrichtszeit verloren.
Programme (bzw. Apps) werden auf den Tablets nahezu sofort ausgeführt und laufen ruckelfrei. Systemabstürze wie bei Laptops oder an Computern habe ich noch nicht beobachten können.
Auch während des Unterrichts gibt es immer wieder Situationen, in denen der Einsatz des Tablets schon steinige Wege geebnet hat. Wenn ein Schüler sich nichts unter einem Begriff vorstellen kann, suche ich ein Bild. Hat ein Schüler mit Migrationshintergrund Verständnisschwierigkeiten, kann ich ihm die Übersetzung heraussuchen und ggf. sogar vorspielen.

Neben den Möglichkeiten, die Apps bieten, gibt es auch die Erweiterung der Funktionen durch verschiedene Adapter. Ich selbst nutze ein iPad, dass standardmäßig keinen HDMI- oder SD-Karten-Anschluss hat. Durch Adapter können diese Funktionalitäten angeboten werden.

Benutzt du bereits ein Tablet?

Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne einen Kommentar hinterlassen.

Wenn du bereits ein Tablet nutzt, freue ich mich, wenn du deine Erfahrungen und Vorteile, die du am Tablet siehst, im Kommentarbereich mit uns allen teilst 🙂 . Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne auch einen Kommentar hinterlassen.

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Musik und iPad
Gast
Musik und iPad

Hey Tino Ich bin auch am Überlegen, ob ich mir als Musikpädagogin für den instrumentalen Einzel-/ und Gruppen-Unterricht ein iPad anschaffen soll. Bis jetzt renne ich immer mit meinem MacBook Pro rum 😉 Über den Einsatz von PDF-Partituren habe ich mich bereits im Netz erkundigt. Diese Umstellung würde mir bestimmt dienen. Ich arbeite bis anhin mit vielen Listen. z.B. eine A4-Seite pro Schüler (40-50 Schüler) mit den einzelnen Lektionen, wo ich ich jeweils die wichtigsten Lernfortschritte, welche Tonleitern oder Etüden gespielt wurden und was die Hausaufgabe ist usw. Ich denke ein Schulnoten-System würde da nicht weiterhelfen. Mit welchem Programm könnte… Weiterlesen »

Schwalb
Gast
Schwalb

Warum gerade ein iPad – benutzt du zu Hause ein apple?
Habe noch nie auf einem Apple gearbeitet – das Iphone ( mein Sohn hat eins) finde ich kompliziert.
Kannst du mir auch etwas androidmäßiges empfehlen?
Übrigens finde ich toll das du den Beitrag gemacht hast.

Tanja
Gast
Tanja

Hallo Tino,
Vielen dank für deinen Beitrag! Ich bin schon mitten in der Umsetzung….
Welche App benutzt Du für die Erstellung deiner Ordner??
VG

Sara
Gast
Sara

Hey Tino, sehr interessanter Beitrag! Vielen Dank erst einmal dafür. Mich würde die Verbindung zwischen iPad und Beamer interessieren. Der iPad hat ja nur den usb c-Ausgang. Den Apple-Adapter für hdmi habe ich bereits, aber dazwischen müsste wahrscheinlich nochmal was mit usb c und usb?! Ist das richtig? Das wäre ja dann schon eine kleine Kabelkette. Wie handhabst du das denn?? Und erstellst du auch richtige ABs am Tablet? Mit welchem Programm/welcher App arbeitest du da? Für Word/Office muss man monatlich 6,99€ hinblättern. Das finde ich auch nervig, weil man ja nicht noch zusätzlich laufenden Rechnungen haben will. Da haben… Weiterlesen »

Eva-Maria
Gast
Eva-Maria

Wie machst du das mit dem Datenschutz?

H.
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H.

Im Titel ist ein Schreibfehler…. LG☺️

Melanie
Gast
Melanie

Welche Apps verwendest du denn die Dir den Schulalltag erleichtern? Für mich ist das Neuland.

Micha
Gast
Micha

Hallo Tino,
ich nutze seit fast 3 Jahren ein Surface 3 mit Windows 10 und bin mit dem Gerät sehr zufrieden!
In der Vorvereitungszeit wurde ich in der Mediennutzung stsrk ausgebremst, doch nun arbeite ich täglich im Lehrerraum mit Surface und dem privaten Beamer. Hinzu kommt mein Android Telefon und ein Wirelrss Display Adapter, mit dem sich Inhalte kabellos projizieren lassen.
Gern hätte ich pro Lerngruppe oder Raum ein weiteres Tablet, um die Mediennutzung noch mehr den Schülern überlassen zu können.
Daheim am Schreibtisch habe ich eine Dockingstation, die die Inhalte auf einen größeren Bildschirm überträgt.

Astrid Brockmann
Gast
Astrid Brockmann

Hey Tino, das hört sich sehr gut an. Du schreibst, dass du dir die abfotografierten Schüleraufgaben über den Beamer anschaust……woher hast du den Beamer?
Gruß von Astrid

Judith
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Judith

Hallo, ein sehr interessanter Bericht. Mit welcher App scannst du Dokumente und mit welcher App schreibst du Gesprächsnotizen mit?
Das wäre für mich interessant…meine Zettelwirtschaft geht so auch nicht mehr…
Viele Grüße Judith

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